
Hochwasser, Sedimente und Karten – interdisziplinäre Forschungen
LEIPZIG, eine Stadt im Fluss
Ein Vortragsabend des Wasserwanderausschusses Leipzig mit Dr. Johannes Schmidt (Universität Leipzig und TU Dresden)
Leipzig entwickelte sich entlang der Flüsse Pleiße, Weiße Elster und Parthe. Spätestens seit dem 12. Jahrhundert veränderten die Einwohner der Stadt die Wasserläufe, um die Wasserkraft zu kontrollieren und zu nutzen. Die Stadt zeichnet sich durch ein dichtes Netz kleinerer Gewässer, einen noch erhaltenen Auwald und eine hohe Dichte an Archivquellen aus, die sowohl aus Kultur- als auch aus Naturarchiven stammen.
LEIPZIG, eine Stadt im Fluss, untersucht die Entwicklung der Stadt und ihrer Flusssysteme im Zeitraum zwischen 1000 und 1800 n. Chr. Der Vortrag konzentriert sich auf aktuelle Forschungsaktivitäten, in denen historische und geowissenschaftliche Analysen kombiniert wurden.
Bohrungen in der Parthenaue zeigen die hydrologische Dynamik des späten Holozäns (die letzten 11.700 Jahre). Sie geben einen Eindruck der Umweltbedingungen der Parthenaue vor Leipzig. Erste Ergebnisse aus der Arbeit mit frühneuzeitlichen Schriftquellen werden ebenfalls vorgestellt. Dazu gehören Informationen über historische Hochwasserereignisse, die Wasserqualität am Ende des 18. Jahrhunderts und Konflikte im Zusammenhang mit der Wassernutzung. Das Forschungsteam verbindet sich durch eine umfangreiche Sammlung historischer Karten.
Datum: 4. Februar 2026
Ort: Bootshaus Nonnenstraße 23, Leipzig
Beginn: 19 Uhr
Einlass: 18 Uhr
Eintritt: 3 Euro
Snacks und Getränke können vor Ort erworben werden. Außerdem sind begrenzt Übernachtungsplätze vorhanden. Bitte direkt beim Bootshaus Nonnenstraße melden: www.kanu-nonne-leipzig.de
Der Vortrag ist eine Einführung zur Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (Haus Böttchergasse)
Titel: LEIPZIG, eine Stadt im Fluss
Ausstellungsdauer: 10.03.2026 – 17.05.2026
Öffnungszeiten: täglich außer Montag, 10–18 Uhr












